Kurzzusammenfassung
- Diese Seite definiert den verbindlichen Übergang von Modell-Signalen zu umsetzbaren Portfolio-Gewichten.
- Gewichtung, Constraints, Turnover- und Liquiditätsregeln sind präzise und überprüfbar festgelegt.
- Rebalancing folgt klaren Triggern inkl. Abweichungstoleranzen und Ausnahmebehandlung.
Ziel
Business-Nutzen: Sichert, dass aus validierten Signalen ein robustes, handelbares und regelkonformes Portfolio entsteht.
Signal → Gewichtung (verbindlicher Ablauf)
- Signal-Normalisierung: Winsorizing, Z-Score/Rank-Transformation je Universum.
- Richtungsabbildung: Long/Short-Entscheidung nach Signal-Schwellen.
- Rohgewichtung: proportional zu Signalstärke oder risikoadjustierter Score.
- Risikoadjustierung: Volatilitäts- oder Risikobeitrags-Skalierung.
- Constraint-Projektion: Optimierung unter harten und weichen Restriktionen.
- Handelsableitung: Ziel- zu Ordergewichten inkl. Kosten-/Liquiditätsprüfung.
Pflicht-Constraints
| Constraint-Kategorie | Standardregel |
|---|
| Positionsgrenze | Maximalgewicht pro Titel (z. B. <= 5 %) |
| Sektor-/Länderexposure | Abweichung zum Benchmark nur innerhalb definierter Bänder |
| Faktor-Exposure | Beta, Size, Value, Momentum innerhalb Limits |
| Netto-/Brutto-Exposure | Strategieabhängige Obergrenzen |
| Konzentration | HHI-/Top-N-Grenze zur Diversifikation |
Turnover- und Kostenregeln
- Turnover-Budget je Rebalance-Fenster ist vorab festgelegt.
- No-Trade-Band: kleine Zielabweichungen werden nicht gehandelt.
- Kostenmodell: Slippage + Gebühren + Market Impact sind ex-ante einzupreisen.
- Fail-Regel: wenn erwartete Kosten den erwarteten Signalnutzen übersteigen, wird auf
hold oder reduziertes Rebalancing gewechselt.
Liquiditätsregeln
| Regel | Mindestanforderung |
|---|
| ADV-Participation | Ordervolumen je Titel <= definierter Anteil am ADV |
| Mindestliquidität | Illiquide Titel werden skaliert oder ausgeschlossen |
| Ausführungsfenster | Handelszeitfenster und venue-spezifische Limits dokumentiert |
| Stress-Liquidität | Zusätzlicher Abschlag in High-Vol-Regimen |
Rebalancing-Regeln
- Standardfrequenz: z. B. wöchentlich oder monatlich je Strategieklasse.
- Event-Trigger: Rebalance bei Limitverletzung, Regimewechsel oder starker Signaldrift.
- Drift-Toleranz: Rebalance nur bei Überschreiten definierter Gewichtungsabweichung.
- Exception-Pfad: Bei Daten-/Ausführungsausfall nur mit genehmigter Ausnahme (
Gateway_ExceptionApproval).
Evidenz- und Audit-Trail
| Tool | Pflicht-Evidenz |
|---|
| MLflow | Version der Signal-/Portfolio-Konfiguration, Kostenannahmen |
| Prefect | flow_run_id, Rebalance-Trigger, Ausführungsstatus |
| OpenMetadata | Lineage von Input-Daten zu Portfolio-Output, Owner, DQ-Status |
BPMN-Detailansicht
BPMN-Kontext
- IDs:
ScriptTask_PortfolioConstruction
- Input-Bezug: Freigegebene Signale, Restriktionen sowie Markt-/Risikodaten.
- Entscheidungsbezug: Konstruktion eines umsetzbaren Portfolios innerhalb verbindlicher Limits.
- Output-Bezug: Portfolio-Vorschlag als Input für
Gateway_Acceptance und UserTask_Approval.